Nach G7 Gipfel: “Es braucht ein globales Forschungs- und Entwicklungsprogramm”

Posted by: on Jun 10, 2015 | No Comments

Auf dem G7 Gipfel haben führende Industriestaaten beschlossen, bis zum Jahr 2050 komplett auf fossile Energieträger zu verzichten.
Dies ist ein klimapolitisch starkes Signal. Es gewinnt zusätzlich dadurch an Durchschlagskraft, da die G7 eine Kompensation ärmerer Schwellen- und Entwicklungsländern zugesagt haben. Ökonomisch bleiben indes zwei zentrale Fragen offen.
1. Wie wird gewährleistet, dass der Umstieg auf Erneuerbare Energien finanzierbar und unter Gewährleistung einer sicheren Energieversorgung geschieht?
2. Wie will man unter Wachstumszwang stehende Länder wie China und Indien überzeugen?
Beide Fragen werden dauerhaft unbeantwortet bleiben, solange keine Backstop-Technologie für CO2 emittierende Energieerzeugung vorliegt. Dies ist auch 25 Jahre nach Einführung der Förderung Erneuerbarer Energien nicht der Fall. Es braucht daher neben der ernsthaften politischen Absicht, den Klimawandel zu verhindern, ein globales Forschungs- und Entwicklungsprogramm für technologische Innovationen. Die Bereitstellung von substantiellen Mitteln für wirklich grundlegende Forschung und technologische Innovationen wäre langfristig der vielversprechendste Ansatz zur Entwicklung einer globalen Alternative von CO2 emittierender Energieversorgung.