Die überforderte Geldpolitik: Die Euro-Rettungsstrategie vor dem Ende?

Die überforderte Geldpolitik: Die Euro-Rettungsstrategie vor dem Ende?

Jan 20, 2015 | No Comments

Es mehren sich die Anzeichen, dass die bisherige Euro-Rettungsstrategie an ihre Grenzen stößt: an die Grenzen der Wirksamkeit, an die Grenzen der Legitimation und damit an die Grenzen der Glaubwürdigkeit. Die erneute Diskussion um einen Austritt Griechenlands, der verzweifelte Schritt der Schweizer Nationalbank und die bevorstehende US-Zinswende bringen die Euro-Rettungspolitik in arge Bedrängnis. Im Mittelpunkt des Ganzen: die Europäische Zentralbank (EZB). Die EZB soll im Alleingang den Euro retten und kämpft verzweifelt um den Innen- und Außenwert des Euro. Es wird immer deutlicher, dass die Geldpolitik überfordert ist.

Dabeisein ist alles: Das gefährliche Spiel mit dem griechischen Feuer

Dabeisein ist alles: Das gefährliche Spiel mit dem griechischen Feuer

Jan 5, 2015 | No Comments

Die Bundesregierung hält vor dem Hintergrund eines möglichen Wahlsiegs des griechischen Linksbündnisses „Syriza“ erstmals einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone für denkbar. Tatsächlich dürften die systemischen Ansteckungsrisiken durch die bisherigen Stabilisierungsmaßnahmen wie zum Beispiel den Euro-Rettungsfonds und die Bankenunion mittlerweile deutlich geringer sein als noch zu Beginn der Eurokrise, als das Szenario der dominoartigen Ansteckung den Austritt Griechenlands unmöglich zu machen schien. Ein Austritt ist aber nach wie vor bedenklich und äußerst riskant.

Russland: Auf der Suche nach der neuen Rolle

Russland: Auf der Suche nach der neuen Rolle

Dez 19, 2014 | No Comments

Russland steckt in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Das Land hat sich international durch den Konflikt mit der Ukraine isoliert. Mehr noch als die Sanktionen aber trifft der stark gefallen Ölpreis die russische Volkswirtschaft.

Konjunktur 2015: Das Jahr der Wahrheit

Konjunktur 2015: Das Jahr der Wahrheit

Dez 11, 2014 | No Comments

Das Jahr 2014 war konjunkturell eher enttäuschend. Die zu Jahresbeginn gehegten Hoffnungen in einen selbsttragenden, investitionsgetriebenen Aufschwung haben sich in Europa, aber auch in Deutschland nicht erfüllt. Die Dynamik hat sich im Jahresverlauf spürbar verlangsamt.

Frankreich oder Deutschland, Keynes oder die Österreicher – müssen wir mehr investieren oder mehr sparen?

Frankreich oder Deutschland, Keynes oder die Österreicher – müssen wir mehr investieren oder mehr sparen?

Dez 1, 2014 | No Comments

Immer noch wird in der Politik, aber auch unter Ökonomen darüber gestritten, ob wir nun investieren oder sparen sollen, um die immer noch anhaltende Krise in der Eurozone zu überwinden. Die widerstreitenden Positionen werden in Europa von Frankreich und Deutschland vertreten – ausgerechnet jenen beiden Nationen, ohne die politisch und historisch keine gemeinsame Zukunft Europas denkbar scheint.

US-Geldpolitik vor der Zinswende: von fat tails und Fed tales

US-Geldpolitik vor der Zinswende: von fat tails und Fed tales

Nov 24, 2014 | No Comments

Während die Europäische Zentralbank (EZB) weiter auf der Suche nach geeigneten Maßnahmen und Instrumenten ist, um die lahmende Konjunktur und die weiter schwache Kreditvergabe im Euroraum anzukurbeln, steht die amerikanische Fed in den nächsten Monaten vor einer Wende in ihrer Geldpolitik. Das vergangene Woche veröffentlichte Protokoll der letzten Fed-Sitzung gibt sogar Hinweise auf eine etwas schnellere Zinswende als erwartet.

G20-Gipfel: Der lange und schwierige Weg in eine neue Weltordnung

G20-Gipfel: Der lange und schwierige Weg in eine neue Weltordnung

Nov 17, 2014 | No Comments

Der G20-Gipfel in Brisbane hat in Aussicht gestellt, bis 2018 das globale Wachstum durch eine Investitionsoffensive um zwei Prozentpunkte oder zwei Billionen Euro zu erhöhen. Öffentliche Investitionen können tatsächlich die Konjunktur stützen und die derzeitige Wachstumsschwäche der Weltwirtschaft lindern. In vielen Ländern sind Investitionen in Forschung, Technologie und Infrastruktur eine wichtige Voraussetzung für mittelfristiges Wachstum. Doch der Gipfel hat gezeigt, dass es um weit mehr geht: Die Welt ist in Unordnung geraten.

Konjunktur: Die „schwarze Null“ und die Null-Prozent-Ökonomie

Konjunktur: Die „schwarze Null“ und die Null-Prozent-Ökonomie

Nov 12, 2014 | No Comments

Die Konjunktur im Euroraum hat sich deutlich eingetrübt. Im ersten Halbjahr ist das reale Bruttoinlandsprodukt im Euroraum annualisiert mit 0,8 % gewachsen. Der selbsttragende Aufschwung, der noch zu Jahresbeginn erwartet worden war, ist erst einmal aufgeschoben.

Bankenaufsicht: Ein großer Schritt für die EZB, ein kleiner Schritt für die Eurozone

Bankenaufsicht: Ein großer Schritt für die EZB, ein kleiner Schritt für die Eurozone

Nov 4, 2014 | No Comments

Heute übernimmt die Europäische Zentralbank (EZB) mit dem Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism – SSM) die Bankenaufsicht über die 130 größten Banken in der Eurozone. Das bedeutet eine erhebliche Erweiterung der Aufgaben der EZB. Strittig bleibt, ob sich die Bankenaufsicht mit dem eigentlichen geldpolitischen Mandat, der Sicherung der Preisniveaustabilität, verträgt. Zentralbanken stellen als letzte Instanz Liquidität zur Verfügung und können somit im Prinzip jederzeit Banken retten („lender of last resort“). Sollte dies notwendig sein, beschädigt die EZB damit indirekt ihren Ruf als oberste Bankenaufseherin.

EZB-Kommunikation: Weniger ist mehr!

EZB-Kommunikation: Weniger ist mehr!

Jul 25, 2014 | No Comments

von Hendrik Huening und Henning Vöpel

Nach den viel diskutierten EZB-Beschlüssen im Juni mit einer weiteren Senkung des Leitzinses und sogar negativem Einlagezins für das Halten von Liquidität bei der Zentralbank wirkte der EZB-Entscheid Anfang Juli eher unspektakulär. Die EZB belässt die Zinssätze gegenüber dem Juni unverändert. Ganz nebenbei verkündet sie einen längeren Sitzungsrhythmus ab Januar 2015. Anstelle einer monatlichen Leitzinssitzung will sie nun nur noch alle sechs Wochen über den Leitzins diskutieren und entscheiden, genauso wie es die amerikanische Federal Reserve macht. Damit wird es ab kommendem Jahr nur noch acht statt zwölf Leitzinsentscheidungen geben. Auch die Mindestreserveerfüllungsperiode wird diesem neuen Rhythmus entsprechend auf sechs Wochen ausgedehnt. Zusätzlich sollen Protokolle der EZB-Ratssitzung veröffentlicht werden. Dass es sich bei der Veränderung des Sitzungstonus um eine Synchronisation mit der US-Zentralbank handelt, wurde von EZB-Seite jedoch dementiert.