EZB-Kommunikation: Weniger ist mehr!

EZB-Kommunikation: Weniger ist mehr!

Jul 25, 2014 | No Comments

von Hendrik Huening und Henning Vöpel

Nach den viel diskutierten EZB-Beschlüssen im Juni mit einer weiteren Senkung des Leitzinses und sogar negativem Einlagezins für das Halten von Liquidität bei der Zentralbank wirkte der EZB-Entscheid Anfang Juli eher unspektakulär. Die EZB belässt die Zinssätze gegenüber dem Juni unverändert. Ganz nebenbei verkündet sie einen längeren Sitzungsrhythmus ab Januar 2015. Anstelle einer monatlichen Leitzinssitzung will sie nun nur noch alle sechs Wochen über den Leitzins diskutieren und entscheiden, genauso wie es die amerikanische Federal Reserve macht. Damit wird es ab kommendem Jahr nur noch acht statt zwölf Leitzinsentscheidungen geben. Auch die Mindestreserveerfüllungsperiode wird diesem neuen Rhythmus entsprechend auf sechs Wochen ausgedehnt. Zusätzlich sollen Protokolle der EZB-Ratssitzung veröffentlicht werden. Dass es sich bei der Veränderung des Sitzungstonus um eine Synchronisation mit der US-Zentralbank handelt, wurde von EZB-Seite jedoch dementiert.

Sommerzeit? Festivalzeit!

Sommerzeit? Festivalzeit!

Jul 3, 2014 | No Comments

Posted by: Nils Matthiesen, Dörte Nitt-Drießelmann, Jan Wedemeier

Das aktuelle HWWI/Berenberg-Kulturstädteranking ergänzt Indikatoren, um das Kulturgeschehen in den 30 größten Städten umfassender abzubilden

Was ist Kultur? Welche kulturellen Angebote gibt es und welche frage ich nach? Für 14 bis 19-Jährige fällt die Antwort auf diese Fragen eindeutig aus. Für sie ist der Besuch von Rock- und Pop-Konzerten sowie Festivals die beliebteste kulturelle Veranstaltungsart. 68 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe geben an, in den letzten 12 Monaten ein Konzert oder ein Festival besucht zu haben. Bei den 20- bis 25-Jährigen nimmt der Anteil der Besucher sogar zu und steigt auf 74 Prozent. Die meisten Musikveranstaltungen finden im städtischen Raum statt, jedoch sind viele kulturell Interessierte – auch Großstädter – bereit, weite Wege auf sich zu nehmen, um zum Beispiel im niedersächsischen Scheeßel beim Hurricane oder im schleswig-holsteinischen Wacken bei einem der bekanntesten Musikgroßereignisse Deutschlands im norddeutschen Raum dabei sein zu können. Im Falle des Hurricane Festivals generieren 73.000 Besucher einen Umsatz von knapp 8 Millionen Euro. Damit gehört das Festival zu den umsatzstärksten weltweit.